Aus dem Gemeinderat Gemeinderatssitzung 15.07.2015
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Gemeinderatssitzung vom 15. Juli 2015 - Die Freien Wähler berichten:

Ausnahmegenehmigung für Bauantrag Echinger Wegäcker erteilt, Vandalismus an der Waldkapelle

 

Veränderungssperre Echinger Wegäcker – 2. Antrag auf Ausnahmegenehmigung

Im Mai hatte sich der Gemeinderat einstimmig für eine Veränderungssperre im ehemaligen Gebiet „Echinger Wegäcker – Art. 24“ ausgesprochen.

In der Juni-Sitzung wurde ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung einstimmig abgelehnt.

Nun stand erneut ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung zur Abstimmung. Da sich der Bauantrag des Einfamilienhauses den Kriterien des geplanten Bebauungsplanes aller Voraussicht nach einfügt – eher noch unterschreitet – stimmte das Gremium der Ausnahme einstimmig zu.

Im Tagesordnungspunkt 4 fand sich erneut der Bauantrag zum Neubau eines Doppelhauses am Weiher. Diesen hatte der Gemeinderat in der Sitzung im Mai mehrheitlich abgelehnt, da man eine Störung des Ortsbildes im Altort und am Weiher befürchtet hatte.

Im geänderten Bauantrag findet sich nun ein Vorschlag mit Satteldach inklusive Loggia (ursprünglich war ein zurückgesetztes Flachdach und eine Dachterrasse vorgesehen). Die Freien Wähler wiesen in der Beratung auf die problematische Grenzbebauung der Garage hin: Ob hier nicht eine schwierige, unübersichtliche Verkehrssituation geschaffen wird. Siegfried Schneller erklärte, „man fahre auf eine Wand zu“. Schwierig könnte es auch bei einem späteren Straßenausbau werden, handelt es sich doch um die engste Stelle im Kurvenbereich, so Gemeinderat Schneller weiter. Das Gremium schloss sich der Argumentation an, der Bauantrag wurde einstimmig abgelehnt.

Möglichst zeitnah soll nun in einer Ortsbegehung mit dem Bauherrn die Situation betrachtet und eine Lösung gefunden werden, man will so den Bauantrag möglichst noch vor der Sommerpause zur Genehmigung bringen.

Bekanntgaben, Anträge, Anregungen

Dorfentwicklung

Die Ergebnisse der Vorstandswahlen der Teilnehmergemeinschaft der Dorfentwicklung wurden im letzten Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung bekannt gegeben. Vertreter aus Türkenfeld: Michael Drexl (Stellvertreter Alois Brem), Alt-Bürgermeister Georg Klaß (Stellvertreter Gerhard Meißner), Norbert Glas (Stellvertreter Dr. Peter Brill), aus dem OT Zankenhausen wurde Thomas Steber (Stellvertreter Johann Well) und aus dem OT Pleitmannswang Johann Widmann (Stellvertreter Ulrich Niedermeir) gewählt. Den Vorsitz führt Frau Luciana Pavoni (Amt für ländliche Entwicklung), festes Mitglied im Vorstand ist auch Bürgermeister Pius Keller.

Die Freien Wähler gratulieren allen gewählten Vertretern zu Wahl und bedanken sich für die Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche und gute Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft.

Waldkapelle

Der Vandalismus an der Türkenfelder Waldkapelle wird vom Gemeinderat aufs Schärfste verurteilt. Eine Überwachung durch Kameras ist rein rechtlich nicht möglich und würde dem Charakter als stiller Ort der persönlichen Einkehr zuwiderlaufen. Der Vorschlag aus der Dorfgemeinschaft, künftig auf den Opferstock zu verzichten, läge zwar eh nicht in Entscheidungsgewalt des Gemeinderates, wird aber auch nicht als Option gesehen. Warum sollte man sich den kriminellen Machenschaften Einzelner beugen? Der Opferstock dient der freiwilligen Spende für die in der Kapelle bereitgestellten Kerzen. Für viele Bürger handelt es sich um ein Ritual der Einkehr und Ruhe. Der Gemeinderat spricht sich für die Aussetzung einer Belohnung aus, für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Jeder Gemeinderat verzichtet dafür auf 50 Euro seiner Sitzungsgelder, die Gemeinde steuert 150 Euro bei, so können 1.000 Euro Belohnung ausgesetzt werden.

Gewerbestandort Türkenfeld

Die Freien Wähler berichten von dem Engagement eines Bürgers zur Bewerbung des Standortes Türkenfeld für Gewerbesuchende. Ein Gespräch im Landratsamt hatte einige gute Vorschläge zu Tage gebracht, die man aufnehmen sollte. Portale zur Wirtschaftsförderung durch das Landratsamt und auch bei der IHK sollten gepflegt und aktualisiert werden. Auch konkrete Formulierungen für die Erstellung eines Flyers wurden durch den Bürger mitgeliefert. Da sich der AK Gewerbe bereits intensiv mit dem Thema Gewerbeansiedlung beschäftigt, wurden alle Gemeinderäte eingeladen, an der nächsten AK-Sitzung teilzunehmen und weitere Schritte zu besprechen.