Aus dem Gemeinderat Gemeinderatssitzung 14.10.2015
Gemeinderatssitzung 14.10.2015 PDF Drucken E-Mail

Gemeinderatssitzung vom 14. Oktober 2015 – Die Freien Wähler berichten dazu

Auslegung Bebauungsplan Echinger Wegäcker, keine Asylunterkunft im Linsenmannhaus, ökologische Bewirtschaftung des Dorfweihers
 

 

Bebauungsplan Echinger Wegäcker Art. 24 – 1. Auslegung beschlossen

Der Gemeinderat hatte im Juni die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen, um eine vernünftige, dem dörflichen Charakter entsprechende Entwicklung des Wohngebietes zu gewährleisten. In der Augustsitzung hatte der Planungsverband München erste Entwürfe und Ideen für eine sinnvolle Realisierung vorgestellt. Der nun weiter verbesserte und verfeinerte Entwurf wurde durch den Gemeinderat gebilligt, im nächsten Schritt erfolgt die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Die Auslegung wird an der Gemeindetafel öffentlich bekannt gegeben, danach haben die Bürger einen Monat lang die Möglichkeit, Einsicht zu nehmen und sich zum Bebauungsplan zu äußern. Ein formloses Schreiben über Bedenken, Wünsche, Änderungsvorschläge, Hinweise, etc. kann bei der Gemeindeverwaltung abgegeben werden und wird im Gemeinderat nach Beendigung der Auslegungsfrist behandelt.

Wir appellieren an alle Bürger: Bringen Sie sich aktiv ein, prüfen Sie den Bebauungsplan auf Herz und Nieren, wie wird sich die Planung auf Ihr Grundstück auswirken? Teilen Sie dem Gemeinderat Ihre Überlegungen dazu mit.

 

Geplante Festlegungen im Bebauungsplan

Als Bauweise sollen nur Einfamilienhäuser und Doppelhäuser möglich sein. Der Planungsverband schlägt eine Grundflächenzahl (GRZ) von 0,2 (Grundstücksgröße x GRZ= zulässige bebaubare Grundfläche) vor, die Mindestgröße für Grundstücksteilung soll bei 450qm liegen. Wichtigstes Kriterium im neuen Bebauungsplan ist die Begrenzung der Wohneinheiten, diese wird bei Bebauungen im „hinteren Bereich“ – gemeint ist das Bauen in zweiter Reihe – auf eine Wohneinheit begrenzt werden. Je nach Grundstücksgröße sollen trotzdem bis zu 5 Wohneinheiten möglich sein.

Wie der Wunsch nach mehr Wohneinheiten bei größeren Grundstücken mit einer verträglichen Bebauung in Einklang gebracht werden kann, wird durch den Planungsverband nochmal geprüft. Den Freien Wählern ist bewusst, dass gerade im ländlichen Raum Singlewohnungen für junge Paare und Senioren Mangelware sind. Die Frage wird sein, wo im Ortsgebiet Mehrfamilienhäuser vorstellbar sind und ob diese im Gebiet Echinger Wegäcker berücksichtigt werden sollen und können. Dabei ist die Entwicklung der kommenden 5-15 Jahre zu bedenken. Wie gestaltet sich ein zukunftsträchtiger Bebauungsplan der alle Wünsche der Bürger widerspiegelt und der - nebenbei bemerkt - auch rechtlich haltbar sein muss.

 

Ökologische Bewirtschaftung des Dorfweihers

Das Abfischen des Weihers fand dieses Jahr durch den Fischereiverein Eching a. A. statt. Der 1. Vorsitzende erläuterte dem Gemeinderat, dass der bisherige Besatz für das ökologische Gleichgewicht des Weihers nicht geeignet ist. Besonders problematisch ist die Entsorgung privater Aquarien, da gefährliche Krankheiten auf heimische Fische übertragen werden können. Auch der eigenmächtige Besatz mit Waller oder Aal wurde festgestellt, auch diese Fischarten sind für unseren Dorfweiher unverträglich.

Künftig erfolgt der Besatz und die Bewirtschaftung des Dorfweihers durch den Fischereiverein, die Vereinbarung gilt zunächst für zwei Jahre. Die Freien Wähler bedanken sich beim Verein aus dem Nachbarort für die ehrenamtliche Tätigkeit, immerhin 208 Arbeitsstunden in drei Tagen wurden abgeleistet.

 

Keine Unterkunft für Asylsuchende im Linsenmannhaus

Nach monatelangen Vorarbeiten und bereits geleisteten Ausgaben in Höhe von 7.000 Euro, wurde im Rahmen einer fachtechnischen Untersuchung (Statik, Brandschutz) festgestellt, dass ein Umbau im teilweise denkmalgeschütztem Gebäude finanziell nicht kalkulierbar sei. Die hohen brandschutzrechtlichen Voraussetzungen können nicht erfüllt werden. Warum durch das Landratsamt Fürstenfeldbruck zuerst eine mögliche Nutzung für Asylunterkünfte beschieden wird und erst nach Bauplaneinreichung die Voraussetzungen geprüft werden, ist leider dem deutschen Baurecht zuzuordnen. Dass man hier im Zuge der vielgelesenen „wir schaffen das“ Bekundungen keine praxistauglichen (und dem Bürger verständlichen) Vorgehensweisen und Regularien auf dem kurzen Dienstweg schafft, verhallt in der Sprachlosigkeit und großen Verärgerung über diese sinnlose und vermeidbare Ausgabe im Gemeindehaushalt.

Der gesamte Gemeinderat war zu Beginn der Planung davon ausgegangen, dass aufgrund der Genehmigung des Linsenmannsaales als Veranstaltungsstätte für 56 Personen und den hohen Brandschutzauflagen, keinerlei Hinderungsgründe für eine Unterkunft für Asylsuchende vorliegen.

Der Raum wird nun bereits als Kleiderkammer (im Galeriebereich) und für den Deutschunterreicht genutzt. Selbstverständlich steht der Raum auch unseren Bürgern, Institutionen und Vereinen für Veranstaltungen (bis 56 Personen) und Treffen zur Verfügung.

 

Tempo 30 in Zankenhausen

Vertagt wurde der Antrag eines Anwohners auf die Errichtung einer Tempo-30 Zone in der Türkenfelderstraße in Zankenhausen. Im Zuge der Dorfentwicklung sind als erste Maßnahmen bereits eine Verlängerung des Radweges bis zum Kriegerdenkmal und eine Verschwenkung der Straße geplant, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. In der Zwischenzeit soll das bereits bestehende Tempo-40 Schild erneuert und weiter Richtung Ortseingang versetzt werden, um den Verkehr frühzeitiger abzubremsen.

 

Bannerfahnen der Gemeinde für Bürger

Die Gemeinde wird 5-farbige Bannerfahnen im Siebdruck in Auftrag geben, diese können durch die Bürger erworben werden. Die Fahnen werden in den Größen 120 cm x 300 cm, oder 150 cm x 400 cm angeboten.

 

Senioren-Weihnachtsfeier

Die beliebte Senioren-Weihnachtsfeier findet dieses Jahr am 19.12.2015 um 15:30 Uhr im Gasthof Hartl statt.