Aus dem Gemeinderat Gemeinderatssitzung 11.11.2015
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Gemeinderatssitzung vom 11. November 2015 – Die Freien Wähler berichten:

 

Kanalnetz, neues Tanklöschfahrzeug, Bauplatz Kreuzstraße, Nutzungsverbot Veranstaltungsraum Linsenmannhaus, erste Maßnahmen Dorfentwicklung
 

 

Türkenfelder Kanalnetz in hervorragendem Zustand

 

Das ca. 28 Kilometer lange Kanalnetz im Gemeindegebiet Türkenfeld befindet sich in einem sehr guten Zustand, so die guten Nachrichten des Herrn Mimler der Firma RIWA. Ein durchgängiges Schachtnummerierungssystem und die Erstellung eines digitalen Kanalkatasters sind in Türkenfeld bereits erfolgt. Solche sauber strukturieren, geometrischen Daten (Kanalstammdaten) sind notwendig, um die gewonnen Inspektionsdaten darin abzulegen (bei TV-Inspektionen). Diese Inspektionen wurden nach erfolgter Kanalreinigung in Türkenfeld durch Spezialfirmen durchgeführt.

 

Die Inspektionsdaten wurden im Anschluss durch die Firma RIWA anhand des Kanalkanasters geprüft (z.B. ob Absturzschächte inspiziert wurden, ob Straßenbezeichnungen korrekt sind usw.). Die Auswertung ergibt eine sogenannte Zustandsbewertung nach Klassen 0-5, eine kurzfristige Sanierung ist bei den Klassen 0-1 erforderlich. Diese sind in verhältnismäßig kleinem Maße in Türkenfeld und den Ortsteilen vorhanden.

 

Die Kostenschätzung für die Sanierungsmaßnahmen beläuft sich inkl. Ingenieurleistungen auf 250.000 Euro. Damit sind, laut Herrn Mimler, bis zur nächsten eingehenden Sichtprüfung in 10 Jahren, alle erforderlichen Sanierungen abgedeckt.

 

 

 

430.000 Euro für ein neues Tanklöschfahrzeug

 

Dass das 26 Jahre alte Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Türkenfeld durch Neubeschaffung ersetzt werden muss, war keine Überraschung. Aufgrund gesetzlicher Regelungen zur Abgasverordnung und entsprechender möglicher staatlicher Fördermittel, scheint eine Anschaffung im nächsten Jahr sinnvoll.

 

Wie der Feuerwehrkommandant Christian Ortmann erläutert, benötigt Türkenfeld das Tanklöschfahrzeug in dieser Größe und Ausführung, um den Sicherheitsanforderungen im Brandschutz für Türkenfeld zu entsprechen. Auch der Kreisbrandmeister hat die Notwendigkeit der Anschaffung bestätigt, so der Kommandant. Im Haushaltsplan sind die Mittel in der mittelfristigen Finanzplanung bereits vorgesehen, im Haushaltsplan für 2016 werden die notwendigen Anschaffungskosten eingestellt. Es sind Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro vorgesehen.

 

 

 

Gemeinde-Bauplatz in der Kreuzstraße wird veräußert


Im letzten Jahr hatte der Gemeinderat beschlossen, den kaum noch genutzten Spielplatz in der Kreuzstraße/Weißenhornstraße aufzulösen und in Bauland umzuwandeln. Entstanden sind so ein Grundstück für ein Einfamilienhaus und ein Grundstück für ein Doppelhaus. Der Gemeinderat hat sich geeinigt, den Bauplatz für das Einfamilienhaus zu veräußern. Geplant ist ein Bieterverfahren, möglichst an Einheimische (der Höchstbietende erhält den Zuschlag). Ob und wie dieses Bieterverfahren juristisch möglich ist, wird nun geprüft, im Anschluss erfolgt eine öffentliche Bekanntmachung.

 

Der Spielplatz an der Beurerstraße wurde wie versprochen, mit neuen Spielgeräten aufgewertet und ausgebuscht.

 

 

 

Veranstaltungsraum darf nicht mehr genutzt werden

 

Dem Gemeinderat liegt ein Schreiben des Bauamtes vom Landratsamt FFB vor, das eine weitere Nutzung des Veranstaltungsraumes im Linsenmannhaus untersagt. Im Zuge der Brandschutzuntersuchungen aufgrund des Bauantrages zur Nutzung als Asylunterkunft, wurden Mängel im Brandschutz festgestellt. Obwohl die Gemeinde bereits eine Genehmigung für die Veranstaltungsstätte erhalten hatte, wurde diese nun in einer Email an das Türkenfelder Bauamt zurückgenommen. Ob das juristisch haltbar ist, wurde nicht geprüft. Aktuell werden Bohrungen durchgeführt, um festzustellen, welche brandschutzrechtlichen Maßnahmen für eine weitere Nutzung als Veranstaltungsraum erforderlich sind. Die Mieter im restlichen Teil des Gebäudes sind davon nicht betroffen.

 

 

 

Dorfentwicklung – erste Maßnahmen

 

Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft hat sich für eine erste Maßnahme in Zankenhausen ausgesprochen. Am Ortseingang (von Türkenfeld kommend) ab Ende des Radweges bis zum Kriegerdenkmal, sollen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Ein eventueller Grundstückstausch zu diesem Zwecke wurde durch den betroffenen Eigentümer bereits positiv beschieden. Die Anlieger würden beim Straßenausbau enorm profitieren, die Hälfte der Kosten wird durch das Amt für Ländliche Entwicklung übernommen, die verbleibende Hälfte wird zwischen Gemeinde und Anlieger wie üblich aufgeteilt. Ein Anlieger hatte sich in der Vergangenheit bereits mit der Bitte an den Gemeinderat gewendet, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchzuführen.

 

Auch das in Türkenfeld bereits umgesetzte Hausnamenprojekt wird in Zankenhausen und Pleitmannswang in die Wege geleitet.