Presse & Aktuelles Lärmschutz
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Für eine hohe Lebensqualität unverzichtbar: Der Schutz vor Lärm.

Türkenfeld hat neben dem Straßenverkehr 2 mehr als dominante Lärmquellen: der Flugverkehr und der Bahnverkehr. Die Freien Wähler engagieren sich, diesen Lärm zu mindern.

Für den Lärm, der durch den Flugverkehr verursacht wird, sind mehrere Quellen verantwortlich. Zum einen ist der Fliegerhorst Penzing, in der östlichen Verlängerung der Startbahn liegt Türkenfeld. Über dem Ort drehen die schweren Transall Transportmaschinen des Geschwaders zum Landeanflug ein. Zusätzlich kommen Werkstattflüge der Helikopterstaffel. Zum Glück ist das sonore Brummen der Propellertriebwerke weder sehr störend noch sehr laut, damit bleibt deren Lärm einigermaßen erträglich. Nachdem die Auflassung des Fliegerhortses durch das Verteidigungsministerium beschlossene Sache ist, stellt sich allerdings die Frage "Was kommt danach?" Eine zivile Nutzung?

Weitaus störender sind die Tiefflüge der Tornados des Jagdbombergeschwaders Lechfeld, die den Ammersee der Länge nach überqueren und dabei Türkenfeld in 100 m Höhe überfliegen. Der Lärmpegel der Jetturbinen erreicht dabei bereits sehr unangenehme Werte. Deshalb sollte auf eine andere Flugroute der Tornados gedrängt werden.

Gerade am Wochenende sind die Sportflieger aus Jesenwang auf dem Weg zum und vom Ammersee über Türkenfeld präsent. Hier kann nur an die Vernunft der Piloten appelliert werden.

Eine von vielen Türkenfeldern schon gar nicht mehr wahr genommene Lärmquelle ist die Bahn, die Türkenfeld in der Mitte durchschneidet. Deshalb wohnen sehr viele Bürger in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen und sind betroffen. Die S-Bahnen und Schnellzüge sind dabei noch relativ leise, sehr laut und störend sind die Güterzüge. Es ist zu erwarten, dass die Bahn den Güterverkehr auf der Strecke noch deutlich ausweiten wird, damit wird auch der Lärm  für Türkenfeld entsprechend zunehmen.

Auch wenn viele Türkenfelder den Bahnlärm gewohnheitsmäßig für sich einfach ausblenden, so ist er doch vorhanden und für andere sehr störend. Deshalb sollte auf die Bahn eingewirkt werden, in Zukunft entsprechende Lärmschutzmaßnahmen entlang der Strecke vorzusehen. Trennende und das Ortsbild beeinträchtigende Lärmschutzmauern können aber nicht das Ziel sein. Sollte tatsächlich ein drittes Gleis kommen, so ist es unserer Meinung nach unerlässlich, die Strecke samt Bahnhof abzusenken und einzuhausen.